Das Versuchstier des Jahres 2006:
Die Muschelmaus
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   Der Ersatztest

Es wurden zahlreiche tierversuchsfreie Nachweismethoden entwickelt, darunter Tests mit Zellkulturen, immunologische und chemisch-physikalische Methoden. Zu letzteren gehören chromatographische Verfahren, wie die Hochdruckflüssigkeits-Chromatographie (HPLC) und die Flüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS). Dabei handelt es sich um verlässliche und präzise Methoden, bei der hochempfindliche Messgeräte den Muschelextrakt nach seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften auftrennen und mit denen eines Standard-Giftes - wie bei einem Fingerabdruck - vergleichen. Die HPLC und LC-MS werden in Deutschland und Neuseeland seit Jahren erfolgreich anstelle des Mäuseversuchs angewendet. Mit den chromatographischen Methoden können wesentlich geringere Giftmengen nachgewiesen werden. So konnten in Deutschland giftige Meerestierprodukte aus dem Verkehr gezogen werden, die in anderen Ländern im Tierversuch getestet und für den Verzehr freigegeben worden waren.