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Die Muschel
Manche haben einen Fuß, andere haben Augen. Die meisten jedoch haben weder Pfoten noch
eine Kopf, ja man weiß bei ihnen nicht einmal so genau, wo vorne und hinten ist. Jeder
hat schon mal Muscheln gesehen, aber wer weiß schon Näheres über sie. Muscheln sind die
weitgehend Ortsfesten unter den Weichtieren. Meist findet man sie im Boden eingegraben
oder am Felsen festgeklebt, wo sie Plankton aus dem Wasser filtern. Sie sind von großer
Bedeutung für die Ökologie der Gewässer. Eine Miesmuschel schafft am Tag bis zu 20
Liter Wasser und alle Miesmuscheln sieben einmal im Monat das gesamte Wasser des
Wattenmeers der Nordsee durch. Rund 10.000 Arten gibt es von ihnen. Manche können durch
Bewegung ihrer Schalenklappen aktiv schwimmen, andere betreiben Brutpflege, indem sie ihre
Jungen in einer Manteltasche unter ihrer Schale schützend aufbewahren, bis sie groß
sind. Muscheln sind faszinierende Tiere. Sie sind zwar nur mit einem vergleichsweise
einfachen Nervensystem ausgestattet, aber wer weiß, ob sie nicht leiden, wenn sie aus
ihrem Lebenselement gezogen werden oder ob sie Schmerz empfinden, wenn sie lebendig in
kochendes Wasser geworfen werden. |