Das Versuchstier des Jahres 2006:
Die Muschelmaus
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   Die Muschel

Manche haben einen Fuß, andere haben Augen. Die meisten jedoch haben weder Pfoten noch eine Kopf, ja man weiß bei ihnen nicht einmal so genau, wo vorne und hinten ist. Jeder hat schon mal Muscheln gesehen, aber wer weiß schon Näheres über sie. Muscheln sind die weitgehend Ortsfesten unter den Weichtieren. Meist findet man sie im Boden eingegraben oder am Felsen festgeklebt, wo sie Plankton aus dem Wasser filtern. Sie sind von großer Bedeutung für die Ökologie der Gewässer. Eine Miesmuschel schafft am Tag bis zu 20 Liter Wasser und alle Miesmuscheln sieben einmal im Monat das gesamte Wasser des Wattenmeers der Nordsee durch. Rund 10.000 Arten gibt es von ihnen. Manche können durch Bewegung ihrer Schalenklappen aktiv schwimmen, andere betreiben Brutpflege, indem sie ihre Jungen in einer Manteltasche unter ihrer Schale schützend aufbewahren, bis sie groß sind. Muscheln sind faszinierende Tiere. Sie sind zwar nur mit einem vergleichsweise einfachen Nervensystem ausgestattet, aber wer weiß, ob sie nicht leiden, wenn sie aus ihrem Lebenselement gezogen werden oder ob sie Schmerz empfinden, wenn sie lebendig in kochendes Wasser geworfen werden.