Einleitung
Seit 2003 ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen das „Versuchstier des Jahres“. Damit wollen wir die Tierversuche, die an einer bestimmten Tierart durchgeführt werden, öffentlich machen. Wir zeigen auf, welche Leiden den Tieren im Labor zugefügt werden, wie ihr Leben in Freiheit aussehen würde und welche Möglichkeiten zur Forschung ohne den Einsatz von Tieren bestehen.
Die beiden Vereine „Tierschutz Halle e.V.“ und „Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.“ – beide Mitglied im Bundesverband Menschen für Tierrechte – haben für 2009 das Kaninchen vorgeschlagen. Diesem Vorschlag ist die Jury des Bundesverbandes gefolgt und hat das Kaninchen zum Versuchstier des Jahres 2009 ernannt.
Foto: Free Animal Pix
Das Kaninchen ist das sprichwörtliche „Versuchstier“. Es wird u. a. in der Grundlagenforschung, für Medikamententests und zur Testung von Chemikalien eingesetzt. Zu trauriger Berühmtheit ist der Draize-Test gelangt, der an den Augen der Kaninchen durchgeführt wird und seit Jahrzehnten die Leiden der „Versuchstiere“ symbolisiert. Jedes Jahr leiden und sterben über 100.000 Kaninchen im Labor. Damit ist das Kaninchen nach Mäusen und Ratten das am häufigsten im Tierversuch eingesetzte Säugetier.
Unser Ziel ist, das Kaninchen und die Tierversuche an ihm durch die Ernennung zum Versuchstier des Jahres aus der Anonymität des Labors zu holen, den Blick darauf zu lenken und dazu beizutragen, diese Versuche abzuschaffen.
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