Das Versuchstier des Jahres 2009:
Das Kaninchen
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  Im Labor*

Der Laboralltag des Kaninchens sieht sehr trist aus. Häufig werden die Tiere einzeln in Käfigen gehalten. Die Böden der Käfige sind meist perforiert, um die Reinigung möglichst einfach zu machen. Einstreu ist oft nicht vorhanden, graben können die Tiere überhaupt nicht. Einen erhöhten Liegebereich „sollte“ es geben. Ausgewachsene Kaninchen sollen je nach Gewicht zwischen 3.500 und 5.400 qcm Platz haben. Das entspricht etwa einer Fläche von knapp 60 mal 60 bzw. 73 mal 73 cm. Die Käfighöhe soll zwischen 40 und 60 cm liegen. „Zuchttiere“ haben zusätzlich einen Nestkasten zur Verfügung.

Foto: A. Farkas/afi

Fast immer werden die Tiere mit energiereichen Pellets oder ähnlichem gefüttert. Dieses Futter wird rasch aufgenommen. Damit entspricht es nicht dem natürlichen Futter, das grob strukturiert ist und über Stunden aufgenommen wird. Auch das Nagebedürfnis wird in der Laborhaltung oft nicht befriedigt. Abgesehen von den Versuchen, denen die Tiere ausgesetzt sind, leiden sie im Labor unter Langeweile und Einsamkeit.

Im Versuch werden vor allem zwei Kaninchenrassen eingesetzt: Weiße Neuseeländer mit einem Gewicht von drei bis sechs Kilogramm, seltener auch Holländer-Kaninchen. Es existiert nur eine geringe Zahl von Inzuchtstämmen.

*Anhang A der EU-Tierversuchsrichtlinie 86/609 definiert die Anforderungen an die Haltung von Versuchstieren. Diese Angaben wurden vor einigen Jahren überarbeitet und im November 2007 per Verordnung in deutsches Recht übernommen.