Das Versuchstier des Jahres 2009:
Das Kaninchen
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  In Freiheit

Kaninchen leben von Natur aus in Gruppen mit enger sozialer Bindung. Die Gruppen bestehen aus einigen erwachsenen Weibchen, einem Bock und den Nachkommen bis zu deren Geschlechtsreife. Das Revier einer Familiengruppe beträgt abhängig vom Futterangebot einige Hundert Quadratmeter. Die Tiere graben ausgedehnte unterirdische Bauten mit weit verzweigten Röhrensystemen. Sie entwickeln eine stabile Rangordnung. Gruppenaktivitäten und Sozialkontakte wie gemeinsames Graben, gemeinsames Weiden, gegenseitige Körperpflege und Ruhen mit Körperkontakt nehmen einen großen Teil des Tages ein.

Foto: Free Animal Pix

Kaninchen liegen gern auf einem erhöhten Platz mit guter Übersicht, der von oben geschützt ist. Mehrstündige Ruhephasen wechseln sich mit Aktivitätsphasen, vor allem in der Dämmerung, ab.

Naht bei einem trächtigen Weibchen die Geburt, gräbt sie eine Neströhre in den Erdboden und polstert sie mit trockenem Gras und mit Haaren aus, die sich hormonell bedingt an ihrer Brust und den Flanken lockern und die sie sich ausrupft. Es werden etwa fünf bis zwölf Junge geboren, die als Nesthocker unbehaart und blind sind. Die Mutter sucht die Neströhre in der Regel nur einmal am Tag auf, säugt die Jungen und scharrt das Nest anschließend wieder mit Erde zu. Mit knapp drei Wochen verlassen die Jungen – vorerst nur kurz – die Neströhre; von Tag zu Tag vergrößert sich ihr Aktionsradius. Mit etwa 27 bis 30 Tagen haben sie das Entwöhnungsalter erreicht.

Kaninchen verbringen täglich mehrere Stunden mit der Futteraufnahme. Sie fressen Gras und Kräuter und benagen Äste und Wurzeln.

Foto: Free Animal Pix