Das Versuchstier des Jahres 2010 :
Das Schwein
 Einleitung
 Zahlen 2008
 Wie Schweine leben
 "Minischweine"
 Tierversuche an Schweinen
 Beispiele für Tierversuche
 Tierversuchsersatzverfahren
 Ersatzmethoden in der Magen-Darm-Forschung
 Argumente gegen Tierversuche
 Das können Sie tun
 Impressum

  
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  Einleitung

Auf Vorschlag seiner Mitgliedsvereine ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte in jedem Jahr ein „Versuchstier des Jahres“. Damit wollen wir die Tierversuche, die an einer bestimmten Tierart durchgeführt werden, öffentlich machen. Wir zeigen auf, welche Leiden den Tieren im Labor zugefügt werden, wie ihr Leben in Freiheit aussehen würde und welche Möglichkeiten zur Forschung ohne den Einsatz von Tieren bestehen.

Unter den Vorschlägen für das Jahr 2010 hat sich die Jury des Bundesverbandes für den Vorschlag von „ProTierrechte – Tierversuchsgegner Hochrhein e.V.“ entschieden und das Schwein zum Versuchstier des Jahres 2010 ernannt.

Foto: Free Animal Pix

Versuche an Schweinen sind in den ersten Wochen des Jahres in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, nachdem die Medien über Lawinenexperimente in Österreich berichtet hatten, bei denen die Tiere im Schnee eingegraben wurden, um Erkenntnisse über Lawinenopfer zu erlangen. Ebenso erregten Versuche großes Aufsehen, die 2002 in Großbritannien stattfanden und bei denen Schweine in die Luft gesprengt wurden, um Effekte von Anschlägen auf Menschen zu untersuchen. Zwar waren die Schweine in beiden Versuchen betäubt und starben noch in Narkose; die Versuche sind jedoch ethisch absolut unvertretbar und wissenschaftlich äußerst fragwürdig. So lehnte die österreichische Bergrettung die Lawinenexperimente ab, da sie den Sinn infrage stellte.

Schweine werden auch in Deutschland in vielen anderen Versuchen missbraucht. Das Ziel der Wahl des Schweins als Versuchstier des Jahres 2010 ist es, dieses Tier und die Tierversuche an ihm aus der Anonymität des Labors zu holen, den Blick darauf zu lenken und dazu beizutragen, diese Versuche abzuschaffen.